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Die Vogtei Weissenstein

Hochmittelalterliche Darstellung um das Jahr 1248


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Über die Vogtei Weissenstein

Wir sind ein mittelalterinteressiertes Ehepaar aus Pforzheim und verkörpern die fiktiven Personen Silke und Andreas von Weissenstein - Lehensleute aus Weissenstein (Dill-Weißenstein bei Pforzheim). Wir fokussieren uns bei unserer Darstellung auf den Zeitraum des späten Hochmittelalters um das Jahr 1248. Eine möglichst authentische und gut recherchierte Darstellung ist uns dabei wichtig und unser Ziel.

 

Wir sind beide gerne kreativ und unser wunderbares Hobby bietet uns die Möglichkeit, unsere Kreativität frei auszuleben. Unser Interesse am Hochmittelalter basiert, neben dem geschichtlichen Aspekt, auf der Herstellung von Alltagsgegenständen und Realien nach Fundbelegen. Soweit es uns möglich ist, versuchen wir, alle Gegenstände selbst herzustellen und uns dabei an epochentypischen Fundstücken, Texten, Malereien, Miniaturen und plastischen Bildwerken zu orientieren.

 

In den vergangenen Jahren haben wir uns das Handwerk der mittelalterlichen Sticktechniken, des Brettchenwebens, des Färbens von Garnen, Stoffen und Leder mit Pflanzen sowie das Handwerk der Intarsienarbeiten, des Löffelschnitzens und des Sarwürkens angeeignet. Wir haben einen hohen Anspruch im Bezug auf die Qualität unserer Anfertigungen, weswegen wir oftmals mehrere Monate an einem Projekt arbeiten. Die Resultate der letzten Jahre haben wir dokumentiert und in den Rubriken Aktuelle Projekte und Ausstattung veröffentlicht.

 

 Wir wünschen allen Besuchern viel Spaß auf unserer Homepage.


Andreas von Weissenstein (fiktive Person)

Vogtei Weissenstein, Hochmittelalter, Darstellung, 1248, 13.Jahrhundert, Kaiser Friedrich II., Codex Manesse, Macijowski-Bibel

Andreas von Weissenstein erblickte im Jahre 1224 in Weissenstein als Erstgeborener der Herren von Weissenstein das Licht der Welt. Früh wurde er mit der Bewirtschaftung und Verwaltung der Lehensgüter rund um das neu gegründetet Dorf Weissenstein vertraut gemacht. Seine Eltern übergaben ihm bereits in jungen Jahren das Lehen.

 

Neben der Verwaltung der überwiegend von der Fischerei und Flößerei lebenden Gemarkung Weissenstein, beschäftigt er sich mit der Konstruktion und dem Bau von Möbeln und Gegenständen des alltäglichen Lebens. Zudem interessiert er sich für das Handwerk des Sarwürkens oder Panzermachers und des Baus von Reiter- und Infanterieschilden.

 

Auch erlernte er, da es zu den Pflichten seines Lehens gehörte, das Kriegshandwerk und folgte dem Markgraf von Baden, Hermann V. in verschiedene militärische Auseinandersetzungen. Aufgrund der Nähe des Markgrafen zum Stauferkaiser Friedrich II. ergab sich eine enge Verbindung zu den Hohenstaufern. Daher ist er häufig auf Reisen zu Hof- und Reichstagen (Hoffahrten).


Silke von Weissenstein (fiktive Person)

Vogtei Weissenstein, Hochmittelalter, Darstellung, 1248, 13.Jahrhundert, Kaiser Friedrich II., Codex Manesse, Macijowski-Bibel

Silke von Weissenstein wurde als bürgerliche Tochter von Erika und Klaus, wohlhabenden Händlereheleuten aus Pforzheim, geboren. Ihre Liebe zu Andreas von Weissenstein begann schon in jungen Jahren. Die beiden vermählten sich schon bald und lebten fortan auf der Burg Weissenstein. Ab nun ist Silke von Weissenstein Lehensherrin der Burg und hat so manche Pflichten zu erfüllen.

 

Als Lehensleute des Markgrafen von Baden Hermann V., welche dem Stauferkaiser Friedrich II. militärisch unterstellt sind, ist es des Lehensherren Pflicht, diesen in die Schlacht zu begleiten und an dessen Seite Folge zu leisten. In diesen kriegerischen Zeiten ist es die Aufgabe der Lehensherrin, den Burgbetrieb sowie die Bewirtschaftung der Ländereien aufrechtzuerhalten und alle dafür notwendigen Entscheidungen zu treffen.

 

Silke von Weissenstein ist eine kreative Frau und liebt die Handarbeit. Ihre wenige Freizeit widmet sie der Brettchenweberei, dem Sticken und Nähen, dem Färben von Stoffen und Garnen mit Pflanzen sowie der Malerei. Regelmäßig und mit viel Freude besucht sie gerne Märkte im naheliegenden Umland und in ferneren Landen. Meist bringt sie von Ihren Reisen Tuche und Garne sowie allerlei entzückende Dinge für ihre Handarbeiten mit.


Die historische Burg Rabeneck bei Pforzheim

Die Burg Rabeneck wurde um 1240 von den Herren von Weissenstein erbaut und bis 1295 bewohnt. Rabeneck war eine gestreckt-trapezförmige kleine Anlage mit einem viergeschossigen Wohnhaus.

 

In der folgenden Zeit ist die Burg unter häufig wechselnder Lehnsherrschaft erwähnt. Die Herren von Weissenstein standen im Lehensverhältnis zu den Markgrafen von Baden. Weitere Lehensträger nach 1444 waren die Herren von Kaltental, die Herren von Ehingen und die Herren von Neuhausen. Ende des 16. Jahrhunderts fiel die Burg an Martin von Remchingen.

 

1649 erwarb ein Bürger die Burg und nutzte sie mit amtlicher Genehmigung als Steinbruch. Die Ausschlachtung der Ruine wurde erst 1855 gestoppt, als der badische Staat die Reste erwarb. Seit den 1960ér Jahren wird die Burg als Jugendherberge genutzt.

 

Um Verwechslungen vorzubeugen wollen wir darüber informieren, dass unsere Geschichte in keinem örtlichen oder geschichtlichen Zusammenhang mit der Burgruine Weißenstein im Landkreis Regen in Bayern besteht. Ebenso besteht keine Verbindung zu den Ritterspielen Weissenstein.