Aktuelle Projekte der Vogtei Weissenstein

Auf dieser Seite dokumentieren wir den Fortschritt unserer Projekte, an welchen wir gerade und meist über einen längeren Zeitraum arbeiten. Unsere Projekte sind oftmals sehr zeitintensiv, denn immer wieder ist es notwendig, neue Handarbeits- oder Handwerkstechniken zu erlernen. Genau darin liegt für uns der Reiz an unserem Hobby.


Kästchen mit flachem Deckel

Fundbeleg: Quedlinburger Domschatz Kat. Nr. 16

Datierung: Niedersachsen, um 1250

Originalgröße: 10x 26,9x 15,4cm (HxBxT)

 

Alle Flächen des quaderförmigen Kastens sind mit feinem Holzmosaik überzogen, bestehend aus vielerlei geometrischen Formen, die an eine weitmaschige Diagonalschraffur erinnern. Die Wände sind stumpf aneinaner gefügt. Der Boden ist unten aufgelegt und mit kleinen Dübeln mit den Wänden verbunden. Die Kanten des Deckels und die Bodenunterseite sind nicht furniert. Das Kästchen wurde vermutlich nach islamischem Vorbild in Deutschland (Harz) gefertigt.

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Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass wir uns von jeglicher modernen politischen Verwendung des Sonnenrades explizit distanzieren! Wir versuchen mit der Anfertigung des Kästchens ein nahezu originalgetreues Replik herzustellen. Eine Abwandlung kommt für uns daher nicht in Frage.

 Stand 22.03.2019

Mosaikarbeiten zur Herstellung der Rückseiten- und Frontplatte

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Stand 13.04.2019

Mosaikarbeiten zur Herstellung der Seitenwände

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Stand 07.07.2019

Verbinden von Front-, Rück- und Seitenwänden sowie dem Boden

 Stand 06.08.2019

Mosaikarbeiten am Korpus sind fertiggestellt. Korpus wurde geschliffen und mit Leinöl eingelassen.

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Stand 10.08.2019

Herstellen des Flachdeckels

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Stand 30.11.2019

Mosaikarbeiten am Deckel

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Stand 22.02.2020

Fertigstellung der Mosaikarbeiten am Flachdeckel. Der Deckel ist bereits geschliffen und wird nun mit Leinöl eingelassen.


Reliquienkästchen mit Walmdachdeckel

Fundbeleg: Quedlinburger Domschatz Kat. Nr. 15

Datierung: um 1200

Originalgröße: 14x 26,3x 16,1cm (HxBxT)

 

Die Flächen des quaderförmigen Kastens mit seinem abgestumpften Walmdachdeckel sind vollständig überzogen mit sehr feinem Holzmosaik, bestehend aus einem diagonal geführten Gitterwerk, dessen quadratische Felder in neun Klötzchen unterteilt sind. Die Klötzchen ihrerseits bestehen aus hellen und dunklen Streifen. Die Bänder sind dreigeteilt. Der Kasten ist stumpf zusammengefügt, wobei die Längswände in die Stirnwände eingefalzt sind. Der Boden ist von unten eingeschoben, der Deckel aus einem Stück gearbeitet. Für das außerordentlich kunstvolle Holzmosaik gibt es in Deustchland im hohen Mittelalter keine Parallelen. Vergleichbare Arbeiten sind im islamischen Bereich sehr beliebt, wo sich auch die Kastenform häufig findet.

Stand 06.10.2018

Herstellung der Rückseiten- und Frontplatte

Stand 23.10.2018

Herstellung der Seitenflächen

Stand 11.11.2018

Herstellung des Walmdachdeckels

Stand 26.12.2018

Mosaikarbeiten an Walmdachdeckel

Stand 22.02.2019

Mosaikarbeiten an Korpus und Deckel sind fertiggestellt. Beide Teile sind bereits geschliffen und werden nun mit Leinöl eingelassen.

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